Herkunft und Bedeutung von midkom


Die Telenet AG Rhein-Main hatte im Jahr 2005 die Idee zur Durchführung eines Pilotprojekts, bei dem benachbarte Kommunen gemeinsam ihre Möglichkeiten zum Betrieb so genannter alternativer Bedienformen im ÖPNV erkunden konnten. Als Projektpartner waren das Fachgebiet Verkehrsplanung- und Verkehrstechnik der TU Darmstadt (FGVV), das Beratungsunternehmen Evocon und die Kommunen Groß-Zimmern, Mühltal, Ober-Ramstadt und Roßdorf vorgesehen.
Ein Schwerpunkt dieses Projekts lag darin, ein speziell auf alternative Bedienformen ausgerichtetes Leitsystem zu entwickeln, das den Kommunen gemeinsam zur Organisation und Steuerung dieser Bedienformen zur Verfügung gestellt wurde und von diesen im Feldversuch erprobt werden konnte. Da von Anfang an klar war, dass es sich hierbei um eine Internet-Anwendung handeln sollte, erhielt das neue System die Bezeichnung "Webbasiertes Leitsystem für Alternative Bedienformen im ÖPNV (WLAB)". Diese Bezeichnung wurde dann auch dem Pilotprojekt gegeben.

Das Projekt WLAB wurde von der Hessen Agentur als ein besonders innovatives Forschungs- und Entwicklungsverbundprojekt hessischer Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausgewählt. Im Rahmen der Innovationsförderung des Landes Hessen wird es seit Januar 2006 als Modell- und Pilotprojekt gefördert, kofinanziert aus Mitteln der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds - ESF).

Nach einer ausführlichen Schwachstellenanalyse in den Kommunen und der Entwicklung entsprechender Verkehrskonzepte durch das FGVV werden nun seit Januar 2007 verschiedene Mobilitätsangebote in den beteiligten Kommunen eingeführt. Um den Nutzen, nämlich die Mobilität aller Einwohnerinnen und Einwohnern innerhalb ihrer Kommune, in den Vordergrund zu rücken, werden alle alternativen Mobilitätsangebote, die mittels WLAB organisiert und gesteuert werden, unter dem Begriff „midkom“ (steht für „Mobilität in der Kommune“) zusammengefasst.

Mehr Informationen zum Pilotprojekt WLAB finden Sie hier